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Projektvorschläge 2018


Gymnasium Ohmoor: Innovations- und Netzwerkzentrum

Am Gymnasium Ohmoor sind die naturwissenschaftlichen Fächer schon lange etabliert. An der Schule wird seit mehreren Jahren ein “Natur- und Technik”- Unterricht in der Unterstufe durchgeführt, es finden sich außerdem naturwissenschaftliche, technische und künstlerische Wahlangebote in der Mittelstufe, Profile mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt in der Oberstufe, Arbeitsgemeinschaften aus dem MINT-Bereich. Es besteht eine rege Teilnahme an den “Jugend forscht”-Wettbewerben. Weiter gibt es eine Reihe an Austauschprogrammen mit anderen Ländern, denen teils naturwissenschaftliche Themen zugrunde liegen. Beispielhaft sei hier der Austausch mit Südafrika genannt, bei dem die Themen Wasserknappheit und Wasserqualität eine zentrale Rolle spielten.

Vor welchen Herausforderungen steht die Gesellschaft?

Moderne wissenschaftliche Forschung und Entwicklung ist Teamarbeit. Immer komplexere Entwicklungsfelder setzen voraus, dass Innovationen von vielen Experten aus sehr unterschiedlichen Bereichen in Co-Working-Plattformen, Gemeinschaftslaboren oder Makerspaces erdacht werden und in Konferenzen, über Videoplattformen im Internet oder in anderen Netzwerken diskutiert werden. Schulen allerdings sind von den Entwicklungen der Wirtschaft oft abgekoppelt, da es kaum Austausch mit externen Vertretern oder anderen Schulen gibt. Sie sind isoliert und wenig an ihren Stadtteil angebunden.

Wie wollen wir als Gymnasium Ohmoor die gesellschaftlichen Herausforderungen angehen?

Das Innovations- und Netzwerkzentrum soll aus drei Teilen bestehen: einem Schülerlabor, einer Schülerwerkstatt und einem Kooperations- und Konferenzraum.

Durch das angestrebte Zentrum soll den Schülern die Möglichkeit zur Verwirklichung eigener Ideen geboten werden und es soll ein breites Netzwerk mit Unternehmen und Schulen der Umgebung etabliert werden. So könnten viele Schüler die teilweise schon bestehenden Angebote besser nutzen.

Welche Angebote finden sich schon am Gymnasium Ohmoor?

Am Gymnasium Ohmoor existieren zahlreiche Förderangebote im Bereich Kunst und Naturwissenschaften, z.B. eine “Schüler experimentieren”- AG, eine “Programmier”-AG, eine “Robotik”-AG, “eine Bühnen und Technik”-AG, eine “Medien”-AG und ein sehr aktives “Jugend forscht”-Team. Auch stehen ein Teil der benötigten Ressourcen schon zur Verfügung: ein 3D-Drucker, ein Selbstlernzentrum, ein kleines Schülerlabor, Laborausrüstung und ein Hörsaal für Präsentationen.

Warum ein Innovations- und Netzwerkzentrum?

Bisher agieren die verschiedenen Förderangebote der Schule noch sehr unabhängig voneinander. Dies ist sehr schade, da sie eigentlich viele Schnittmengen miteinander haben (Räumlichkeiten, genutzte Hard- und Software, benötigte Geräte und Chemikalien). Verbesserungswürdig wäre der Austausch mit anderen Schulen, Lehrern oder externen Personen aus der Wirtschaft. Ziel ist es daher, Räumlichkeiten zu schaffen, in denen die Angebote des Gymnasiums gebündelt werden können. Einige dieser Räumlichkeiten sollten mit Ingenieursmaterial (Werkzeuge, Laborgeräte, CAD-Programme etc.) ausgestattet sein. Um ein Netzwerk durch Expertenrunden, Lehrerfortbildungen, Science Slam-Veranstaltungen, Praktikabörsen oder ein Science-Café aufzubauen zu können, müsste ein Raum mit Präsentationsmöglichkeiten (Beamer, Computer, Lichttechnik, Tontechnik etc.) ausgestattet werden. Damit ließe sich auch die Berufs-und Studienorientierung der Schule verbessern und die Angebote des Ganztages besser mit dem Unterricht verzahnen. Ein solches Netzwerk könnte durch Exkursionen und Austausch-Programme mit anderen Schulen (auch aus anderen Ländern) ergänzt werden.

Was braucht es, ein solches Innovations- und Netzwerkzentrum aufzubauen?

Hierzu wird eine entsprechende Infrastruktur benötigt: z.B. ein ausreichend ausgestattetes Schülerlabor (Ausstattung zu großen Teilen schon vorhanden); Computer-Hard- und Software, Beamer (teilweise vorhanden), Präsentationsflächen (teilweise vorhanden) usw. Diese Infrastruktur könnte dann sowohl von den Naturwissenschaften als auch von unseren Kunst- und Musikkursen genutzt werden. Außerdem wäre eine Einbindung von Talentförderprogrammen z.B. im Rahmen eines Drehtürmodells möglich. Räumlich soll das Innovations- und Netzwerkzentrum in direkter Nähe zu den naturwissenschaftlichen Fachräumen und den Kunsträumen eingerichten werden. Der im Gebäude vorhandene Hörsaal könnte für Konferenzen, Fortbildungen, Präsentationen oder Science-Slam-Veranstaltungen genutzt werden.

Was spricht für das Gymnasium Ohmoor als Standort für ein Innovations- und Netzwerkzentrum?

Insbesondere aufgrund der geographischen Lage am äußersten Rand von Hamburg ist es für unsere Schüler schwer vorhandene Angebote wie das Schülerforschungszentrum im Grindelviertel, zu nutzen. Ein entsprechender Standort direkt vor Ort wäre somit wünschenswert. Es befinden sich in der näheren Nachbarschaft unserer Schule noch weitere Einrichtungen: das “Bondenwald Gymnasium”, die “Julius Leber Schule” und die “Anna Warburg Schule”. Mit der “Stadtteilschule Niendorf” und der “Grundschule Sachsenweg” teilen wir uns sogar den gleichen Campus. Da es sich bei diesen um sehr große Schulen handelt, könnten durch eine Vernetzung sehr viele Schüler von dem Innovations- und Netzwerkzentrum profitieren. Außerdem bieten Veranstaltungen wie Science-Slam, Science Café oder Konferenzen externer Personen die Möglichkeit zur Öffnung der Schule in den Stadtteil.

Ein Blick in die Zukunft:

Langfristig soll ein großes Netzwerk mit anderen Schulen, Künstlern, Forschungseinrichtungen und Unternehmen in und um Hamburg entstehen. Ist dieses Netzwerk aufgebaut, so könnte man Kooperationen mit Lehrkräften bzw. Schulen aus anderen Teilen Deutschlands oder anderen Ländern eingehen.



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