Menü

Projektvorschläge 2018


Max-Brauer-Schule: MAX-BRAUER-MachBar!

Entstehung der Idee und erste Schritte


An der Max-Brauer-Schule hat das selbstständige und individualisierte Lernen bereits eine lange Tradition und unterliegt einer ständigen Evaluation. Unser Ziel ist es dabei immer, eine Schule für alle zu sein, an der sich jeder Einzelne mit seinen Fähigkeiten und Begabungen entfalten kann.
In jüngster Zeit haben wir uns im Rahmen der Inklusion vermehrt den Schülerinnen und Schülern gewidmet, die aufgrund ihrer Begabungen in unterschiedlichen Bereichen schneller, tiefer oder intensiver lernen als die übrigen Schülerinnen und Schüler ihres Jahrgangs.
So hatten wir beispielsweise die Gelegenheit, für ein Jahr aus Ressourcen des Schülerforschungszentrums Hamburg eine Forscher AG an der Schule anzubieten. Die Schülerinnen und Schüler haben das Angebot sehr gut angenommen. Es ist eine produktive Gruppe entstanden, aus der mehrere interdisziplinäre Projekte hervorgegangen sind. Erste Ausstattungsgegenstände (z.B. 3D-Drucker, Microcomputer und Werkzeug) wurden angeschafft. Gleichzeitig machte ein Kunstkurs in der Oberstufe intensive Erfahrungen mit dem Thema Upcycling und verbrachte freiwillig viele Nachmittage mit der Herstellung und Neuerfindung von Schulmöbeln in der Schule. Aus diesen beiden und vielen anderen Strömungen wie der Einführung von Schülerfirmen im Wahlpflichtbereich in Jahrgang 9 und 10 an der Max-Brauer-Schule in diesem Schuljahr entstand die Idee eines dauerhaften, an unterschiedlichen Stellen mit dem Schulkonzept verwobenen Angebotes. In diesem Zusammenhang entwickelte sich auch das Bedürfnis, den Schülerinnen und Schülern einen Ort zu bieten, an dem sie ihren Begabungen und Neigungen interdisziplinär und jahrgangsübergreifend sowie während der Schulzeit nachgehen und diese ausbauen können. Im Schulalltag fehlt es oft sowohl an Möglichkeiten, diese Schülerinnen und Schüler zusammen zu bringen, als auch an einem Ort, an dem sie bei der Realisierung eigener Ideen gefördert und unterstützt werden. Im Laufe des letzten Schuljahres ist es uns gelungen, einen solchen Ort zu schaffen. Er befindet sich neben der neuen Bibliothek im Dachgeschoss. Dort soll ein ganzheitliches Lernen mit Kopf, Herz und Hand möglich sein.
In Zukunft möchten wir diesen Raum noch einer breiteren Schülerschaft mit einer passenderen Ausstattung zur Verfügung stellen.


Wo wir stehen


Die Max-Brauer-MachBar! ist ein Ort, an dem wir zusammenkommen können um Ressourcen und Wissen zu teilen, um gemeinsam an Projekten zu arbeiten, um uns zu vernetzen, um zu bauen und kreativ zu werden.

In diesem Schuljahr wird der Raum erstmals  u.a. mit der Unterstützung der Technischen Universität Harburg (Robotik) für eine Werkstatt von Jahrgang 7-10 genutzt, die mithilfe der vorhandenen Ausstattung an einem Produkt arbeitet, das Besuchern unserer Schule bei der Orientierung in unserem weitläufigen Gebäuden hilft. Diese Werkstatt ist ergebnisoffen und wir sind gespannt, was die Schülerinnen und Schüler mithilfe von Robotik, 3D Druck und herkömmlichen Werkzeugen kreieren und am Ende des Schuljahres präsentieren werden.

Ein weiterer Kurs, der den Raum in diesem Schuljahr nutzt, ist die Schülerfirma IT-Support. Das Ziel dieser Firma ist es, vorhandene Computer der Schule und Privatgeräte aufzuwerten, zu pflegen und zu reparieren. 

In einigen Mittagspausen öffnen wir bereits jetzt den Raum für interessierte Schülerinnen und Schüler. Ein Robotiktreff etabliert sich gegenwärtig. 



Wohin wir wollen


Wir haben begonnen das zusammenzuführen, was an der weitläufigen Schule an vielen Orten bereits in Ansätzen vorhanden ist und durch Neuanschaffungen nach und nach ergänzt werden soll.


Wir möchten mit der Unterstützung der Clausen Simon-Stiftung die Ausstattung der Machbar deutlich verbessern. Dies betrifft Ausstattungen im Bereich zeitgemäßer Technik, Bau- und Bastelmaterial, Werkzeug, Budgets für Schülerprojekte und Möbel (beispielsweise Schränke) in die Gegenstände sicher zu lagern, die Schülerinnen und Schüler nur unter Aufsicht nutzen dürfen.  


Beispielhaft seien als konkrete Anschaffungswünsche genannt:  ein Greenscreen für Videoprojekte, weitere Tablets und Rechner für kreatives Arbeiten, Holz, Säge und Nähmaschine, um Gedanken anfassbar zu machen, Microcontroller wie Arduino oder Raspberry PI sowie Roboter, um über Messen und Steuern erste Schritte in der Programmierung zu gehen.


Wir möchten möglichst vielen geeigneten Schülerinnen und Schülern möglichst oft die Gelegenheit bieten, sich in der MachBar aufzuhalten. 

Die MachBar wird an Bibliothek angekoppelt, die 

Der Schlüssel für den Raum kann von qualifizierten Schülerinnen und Schülern der Bibliothekarin ausgeliehen werden.

Sie kommen außerhalb der ihrer eigentlichen Kursräume in der MachBar! während des Unterrichts zusammen, um dort an ihren Projekten und Vorhaben zu arbeiten.
Die Projekte gehen aus dem Unterricht hervor (z.B. entstehen sie im Projektunterricht) oder werden von den Schülerinnen und Schülern selbst entwickelt. Hier kann es sich z.B. um ein problemlösendes Projekt aus ihrem (Schul)alltag handeln. Ein Projekt kann so groß oder klein, lang oder kurz, komplex oder einfach sein, wie sie es wollen. Wichtig ist hier die Möglichkeit der Loslösung von Bewertungen und Unterrichtsfächern. Durchaus können aber auch Produkte für den Unterricht erstellt werden, wenn die Schülerinnen und Schüler dies wünschen. 

Unsere Aufgabe ist es, den Raum möglichst oft durch Lehrkräfte und oder Eltern und weitere freiwillige zu besetzten.  

Aber auch Schülerinnen und Schüler werden zu MachBar!-Coaches ausgebildet und betreuen den Raum.

Der Raum ist anregend, und man hält sich gern dort auf. 


Es ist angedacht, dass die Max-Brauer-MachBar! beispielsweise während der Code Week und zu anderen Veranstaltungen auch von Externen genutzt wird um die Verankerung der Schule im Stadtteil und in der Makerszene zu verbessern. So sollen Synergieeffekte entstehen, welche die Schule und die Schülerinnen und Schülern gerade im Bereich der Digitalisierung über beispielsweise externes Expertenwissen voranbringen können. Dies entspricht auch unserem Wunsch, den Ort flexibel je nach den gerade im Vordergrund stehenden Bedürfnissen zu nutzen, weshalb neben der vielfältigen Ausstattung flexible Möbel eine wichtige Rolle spielen. In diesem Bereich arbeiten wir momentan noch mit provisorischen Lösungen.

Gründe für den Ausbau der Max-Brauer-MachBar!


In den bisherigen Angeboten für die oben beschriebene Zielgruppe wurde uns sehr deutlich, wie wichtig es für Schülerinnen und Schüler ist, phasenweise mit Gleichgesinnten über Klassengrenzen hinweg zusammenzukommen und – digital oder analog – gemeinsam zu arbeiten, zu tüfteln, zu bauen, zu erfinden u.v.m. Gerade durch das gemeinsame Tun, bei dem es ausdrücklich kein Richtig oder Falsch gibt, sondern im Gegenteil alles erlaubt und möglich ist, beschreiten die Schülerinnen und Schüler ergebnisoffen neue Wege, die zu ungewöhnlichen Lösungen führen können. Solche Wege und Lösungen halten wir für unglaublich wichtig für die Zukunft in einer Welt, die genau solche Wege und Lösungen braucht. Hier steht das Voneinander-Lernen und das Einander-Anleiten im Vordergrund. So können unseres Erachtens in Zukunft gemeinsam große und kleine Probleme gelöst werden, vor denen ein Einzelner, eine bestimmte Gruppe oder sogar die Menschheit steht. Wir sehen diesen Ort also auch als Möglichkeit der Demokratieförderung. Neben der Übernahme von Verantwortung kann eine Heranführung an moderne Arbeitsmethoden und Arbeitsweisen möglich werden, die ein Leben in der modernen Welt erfordern. Auch die von der KMK geforderten Kompetenzen für die digitale Welt, die jeder Lernende im Laufe seiner Schullaufbahn erlangen soll, können hier erworben und vertieft werden. Darüber hinaus haben wir beobachtet, wie gut unsere Schülerinnen und Schüler in der Lage sind, Probleme selbst zu erkennen, zu benennen und sich daraus ergebende Projekte anzuleiten. Diese Projekte liegen oft außerhalb der klassischen und durch den Bildungsplan vorgegebenen Themen. Oft überschreiten sie die Grenzen der jeweiligen Unterrichtsfächer und haben im Fachunterricht folglich keinen Platz. Gerade die Projekte, die von den Schülerinnen und Schülern selbst kommen, begeistern sie aber umso mehr und führen zu einer erhöhten Motivation und beeindruckenden Ergebnissen bzw. Lösungen. In diesem Zusammenhang soll es in der MachBar! auch möglich sein, sich auf bevorstehende Wettbewerbe wie z.B. Jugend forscht oder den Gruppenwettbewerb Fremdsprachen vorzubereiten.
Ein wichtiges Anliegen, das sich durch das gesamte Schulkonzept zieht, ist Chancengleichheit. Die MachBar! eröffnet den Schülerinnen und Schülern den Zugang zu modernen Möglichkeiten sich zu entfalten und ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Gerade mitten in der Stadt, in der Wohnraum knapp ist, darf der klassische „Hobbykeller“ nicht den Wohlhabenden mit viel Platz vorbehalten sein.
Betreuung und Pflege der MachBar!


Neben der Betreuung durch die Schülerinnen und Schüler selbst steht hinter der MachBar! ein sechsköpfiges Betreuerteam, das bewusst aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen kommt. Aufgrund der Vielfalt unserer Fächer (Biologie, Physik, Kunst, Arbeitslehre, Informatik, Französisch, Englisch, Deutsch und Projektunterricht) und Funktionen (Begabungsförderung und Mitglied des Schülerforschungszentrums Hamburg, Verantwortlicher für IT/Medien und für die Schülerfirmen) an der Max Brauer Schule und darüber hinaus glauben wir fest daran, dass wir unsere MachBar! mit Leben statt nur mit Geräten füllen werden und unseren Schülerinnen und Schülern dadurch ganz neue praktische und anwendungsorientierte Erfahrungen bieten können, die im Schulalltag eine noch viel zu kleine Rolle spielen!



Zurück ...